7-40 hieß es am Ende des Hessenderbies zwischen den Marburg Mercenaries und der Samsung Frankfurt Universe. Auf dem Scoreboard und auf dem Feld eine klare Sache, wobei sich die junge Truppe von Headcoach Matthias Dalwig vor heimischen 1250 Zuschauern deutlich besser präsentierte als noch bei der 52:0 Hinspielpleite Anfang Juli. Allround-Talent Silas Nacita war der Ehrentouchdown im letzten Spielviertel gegönnt.
Alle Nachrichten
Hessenderby und LICHER GAMEDAY am Sonntag im Georg-Gaßmann-Stadion
Zum ersten Mal in der Geschichte beider Teams kreuzt man die Klingen im Marburger Sportpark. Unterschiedlicher könnten aber die Voraussetzungen der beiden Teams aktuell in der German Football League (GFL) nicht sein. Während die Frankfurter Truppe um Headcoach Markus Grahn in diesem Jahr um die Deutsche Meisterschaft mitspielen dürfte, sieht es für die heimischen „Söldner“ danach aus, als ob man nach 2015 auch in 2016 die Playoffs um den German Bowl verpassen dürfte. „Wir schauen weiterhin positiv in die Zukunft und können trotz fehlender Siege zum Beispiel den letzten beiden Spielen auch einiges Positives abgewinnen,“ so der Marburger Headcoach Matthias Dalwig. Dem ist zuzustimmen: über 450 Meter Raumgewinn produzierte man im Schnitt in den letzten beiden Spielen, ein Wert, auf dem man gut aufbauen kann.
Schlechtes drittes Viertel verhindert möglichen Sieg in München
Mit viel Tatendrang und Enthusiasmus ausgestattet fuhren die doch stark dezimierten Mercenaries am letzten Samstag nach München und kamen leider mit einer 41-34 Auswärtsniederlage im Gepäck wieder nach Hause. Dabei hatte man eigentlich bis Mitte des dritten Viertels sogar aussichtsreich mit 26-12 geführt, um dann – ähnlich wie in Saarbrücken in der Vorwoche – einzubrechen und am Ende dann doch wieder mit leeren Händen dazustehen.
Mercenaries gehen erneut auf Reisen
Bevor es am 21.08.16 die langersehnte Heimpremiere gegen die Frankfurt Universe geben wird, müssen die Jungs um Headcoach Matthias Dalwig am kommenden Samstag nach München reisen. Die Cowboys finden sich aktuell mit den Marburger Footballer gemeinsam in der hinteren Tabellenhälfte wieder. Die Ligaexperten erwarten ein Match auf Augenhöge im Münchner Dantestadion. Kick Off der Partie ist für 16:00 Uhr vorgesehen.
"Nacita Gala" im Saarland
Ja, dass Silas Nacita ein Ausnahmeathlet in der mit Talenten reichhaltig gesegneten GFL ist, war Kennern der Szene bereits vor dem Auswärtsspiel im Saarland bekannt. Schließlich hatte der Mann aus Kalifornien, der am College für die Baylor Bears seine Schuhe geschnürt hatte, zuvor bereits als Passempfänger, Defensive End, Returner vor allem aber als Runningback geglänzt. Durch die Verletzung des etatmäßigen Spielmachers Holt Claiborne, kam gegen die Saarland Hurricanes eben auch noch die Position des Quarterbacks hinzu, doch wer geglaubt hatte, Nacita würde fas ausschließlich aus der "Wildcat Formation" agieren, um das zu tun, was er eigentlich immer tut, nämlich laufen, rieb sich schnell verwundert die Augen. "Salsa Nacho" zauberte nicht nur 199 Yards Rushing bei drei Touchdowns, sondern darüber hinaus auch noch 286 Yards Passing und drei Touchdowns auf den Rasen. Bis zur Halbzeit und dem Zwischenstand von 28:28 konnten die Mercenaries das Spiel offen gestalten, bis ein kleiner Einbruch im dritten Quarter den möglichen Sieg zunichte machte.
Mal wieder als Außenseiter in die Ferne
Die Saarland Hurricanes spielen eine gute Saison und stehen derzeit auf Platz drei der GFL- Gruppe- Süd. War man jahrelang eher eine Kandidat für die untere Tabellenhälfte, hat sich der Kader der "Canes" über die Jahre deutlich verbessert, was auch – aber nicht nur – mit der Qualität der Import- Spieler zu tun hat. Die Analyse von Mercenaries Präsident Carsten Dalkowski fällt dann auch dementsprechend positiv aus: "Die Saarländer machen aus der Distanz betrachtet derzeit vieles richtig. Man hat um einen jungen deutschen Quarterback eine schlagkräftige Mannschaft aufgebaut, die nicht umsonst oben mitspielt. Aus meiner Sicht kann es zwar für Schwäbisch Hall und Frankfurt noch nicht reichen, der dritte Rang in der Tabelle spiegelt aber die Leistungsstärke absolut wieder".
Spiel in München abgesagt
Das Spiel der Mercenaries in München wurde aufgrund der bekannten Sachlage kurzfristig abgesagt.
Mercenaries reisen an die Isar
Nach zuletzt doch mehr als deutlichen Niederlagen im Allgäu und in Frankfurt reisen die Marburg Mercenaries am kommenden Samstag zu ihrem dritten Auswärtsspiel in Folge nach München. In der bayerischen Landeshauptstadt treffen Tabellennachbarn aufeinander, deren Situation innerhalb der German Football League derzeit durchaus vergleichbar ist. Da es gegen die Top- Teams der Liga teilweise derbe Niederlagen hagelt, München verlor zuletzt mit 70:5 gegen Schwäbisch Hall, gilt es vor allem darum, zunächst den Abstand zum Relegationsplatz, folglich zu den Rhein Neckar Bandits zu vergrößern. Die Presseabteilung der Bayern nennt genau dies dann auch als vorrangiges Ziel der Mercenaries, peilt aber selbst mit einem Sieg den "Anschluss an das Mittelfeld" der Liga an. Eine etwas merkwürdige Sichtweise, rangieren die Cowboys doch derzeit mit nur zwei Zählern auf der Habenseite hinter den hessischen "Söldnern".
Spiel gegen München verschoben
Wir möchten euch noch einmal daran erinnern, dass das heutige Spiel gegen die Munich Cowboys auf den 10.09.2016 verschoben wurde. Sobald Details zum Kick Off bekannt sind, informieren wir euch an dieser Stelle.
Debakel in Frankfurt
Die Südgruppe der German Football League entwickelt sich immer mehr zur "Dreiklassengesellschaft". Während oben die Schwäbisch Hall Unicorns mit den Frankfurt Universe, eventuell auch noch mit den Allgäu Comets, den Tites des Südmeisters ausspielen, duellieren sich die die Stuttgart Scorpions und die Saarland Hurricanes um Play- Off- Platz Nummer vier. Unten wiederum spielen die Munich Cowboys, die Rhein Neckar Bandits und leider auch die Marburg Mercenaries die letzten drei Plätze unter sich aus. Zugegebenermaßen ist die reale Bedrohung des Abstiegs durch die zwei Siege gegen Mannheim derzeit eher theoretischer Natur, jedoch zeigte die deklassierende 52: 0 Niederlage beim starken Aufsteiger aus Frankfurt den Mercenaries wieder einmal deutlichst ihre Grenzen auf. Wie schon in der Woche zuvor im Allgäu, war auch diese Partie bereits zur Halbzeit gelaufen. Trotz ansehnlichem ersten Quarter lagen die "Söldner" bereits zum Pausenpfiff ohne Hoffnung mit 35:0 zurück.

