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Mercenaries gewinnen im Schongang

Ein klarer 42-14 Sieg stand am Ende eines sommerlichen Spielchens auf der Habenseite der Mercenaries. Die knapp 450 Zuschauer erlebten ein locker auftretenden Team aus Marburg und einen tapfer kämpfenden Gast aus Rothenburg.

Die rote Laterne zu Gast in Marburg

Mit den Franken Knights stellt sich am Sonntag der derzeitige Tabellenletzte der GFL- Gruppe Süd im Georg-Gaßmann-Stadion vor. Dabei ist "derzeit" wohl noch moderat formuliert, deutete doch zuletzt nicht viel darauf hin, dass die "Ritter" aus Rothenburg o.d. Tauber diesen Patz bis zum Saisonende noch werden verlassen können. Konnte man zum Anfang der Spielzeit die Partien mit einer schlagkräftigen Offense zumindest noch offen gestalten, wurden die Niederlagen zuletzt immer deutlicher. Gerade letztes Wochenende setzte es eine 12-45 Schlappe gegen – ohne ihren Superstar Dixon angetretene – Hurricanes aus Saarbrücken. Wen wundert es da, dass die Marburger als absoluter Favorit in die Begegnung gehen, eine Konstellation, die allerdings auch durchaus Ihre Tücken hat.

Arbeitssieg in Mannheim

Mit einem 34:25 Sieg im Gepäck traten die Marburg Mercenaries die Rückreise vom Auswärtsspiel in Mannheim an. Vorausgegangen waren vier schweisstreibende, teilweise hochemotional geführte Quarter, an deren Ende sich die "Söldner" als verdiente Sieger fühlen durften. Schlüsselszene der Partie sicherlich der Interception- Return Touchdown von Curtis Slater Mitte des letzten Viertels.

Spiel eins nach dem Bergfest

Zwar ist der Spielplan innerhalb der GFL nicht so strukturiert, dass man nicht von einer wirklichen Rückrunde sprechen kann, dennoch haben die Marburg Mercenaries inzwischen die Hälfte ihrer regulären Saisonspiele absolviert. Bei fünf Siegen und zwei Niederlagen liegt man derzeit auf Platz drei der GFL- Gruppe Süd, hat die Ambitionen auf die "Pole Position" indes noch nicht ganz aufgegeben. "So wie die Saison bisher gelaufen ist, wäre es fahrlässig, nicht noch an dem Ziel Südmeister zu arbeiten, wohl wissentllich, dass dabei etliche Faktoren zusammentreffen müssten", so der Head Coach und frischgebackene Vater Matthias Dalwig.

Leichter Sieg gegen dezimierte Cowboys

Am Tage des WM Finales im fernen Brasilien, beschlich die Zuschauer schon vor dem Kick-Off die Ahnung, dass die Munich Cowboys an diesem Tage vielleicht kein wirklicher Prüfstein sein würden. Mit doch arg dezimiertem Kader hatte man die Reise zum Auswärtsspiel angetreten, viele dabei mit eigenem PKW, um irgendwo auf der Heimreise das Fußball Endspiel zu verfolgen. "Ich habe da von Autobahnraststätten bis zu Kneipen auf halber Strecke so ziemlich alles gehört", bilanziert Präsident Carsten Dalkowski, welcher mit der Leistung seiner Mercenaries recht zufrieden war. "Besser geht immer, aber mir hat gefallen, wi konzentriert die Mannschaft geblieben ist, auch wenn in der zweiten Halbzeit sicherlich der ein oder andere Gang runtergeschaltet wurde."

Erst München und anschließend (hoffentlich) Weltmeister

Die bittere Niederlage gegen die Stuttgart Scopions musste schnell abgehakt werden, denn bereits an diesem Sonntag geht es mit einem Heimspiel für die Marburg Mercenaries weiter. Zu Gast dieses Mal die Munich Cowboys, gerne auch als das "Grand ole team of the South" bezeichnet, welche bisher eine durchwachsene Saison spielen. Mit drei Siegen bei ebenso vielen Niederlagen steht man im Mittelfeld der Liga, die Play Offs natürlich noch immer fest im Visier. Am Wochenende sehen sich die Cowboys neben der eigenen sportlichen Herausforderung aber noch mit einem ganz anderen Problem konfrontiert. Durch die Kick Off Zeit am Sonntag um 16.00 Uhr, wird man das WM- Finale im fernen Brasilien wohl auf der Autobahn verfolgen müssen.

Hätte, hätte Fahrradkette

Wie sooft im Sport war es kein einzelner Moment, der das Spitzenspiel innerhalb der Südgruppe der German Football League zum Nachteil der Mercenaries entschied. Es war vielmehr erneut eine Verkettung von Unzulänglichkeiten, Pech und an diesem Nachmittag auch unglücklichen Entscheidungen. Zur Halbzeit hatte man 27:21 geführt, nach dem dritten Viertel war diese Führung gar auf 37:21 ausgebaut worden, und doch schafften es die "Söldner" – ähnlich wie im Hinspiel – nicht, den vielzitierten Sack zuzumachen. Am Ende blieb eine bittere 40:41 Niederlage, Stuttgart blieb die ungeschlagene Tabellenführung und den Zuschauern im Georg-Gaßmann-Stadion blieb die Erkenntnis, dass es in diesem Jahr offensichtlich keine die Nerven schonenden Spiele geben wird.

Der Tabellenführer kommt

Mit blütenweißer Weste und bereits sieben Siegen im Gepäck reisen die Stuttgart Scorpions am kommenden Sonntag nach Marburg. Wenig überraschend wird man weiterhin einiges an Selbstvertrauen eingepackt haben und doch ist man im Lager der Mercenaries guter Dinge den Platz als Sieger verlassen zu können. Dazu Head Coach Matthias Dalwig: "Stuttgart ist stark, keine Frage, aber wie müssen jetzt auch nicht so tun, als wenn sie der Riesenfavorit oder gar unschlagbar wären. Schließlich haben wir im Hinspiel selbst einiges dazu beigetragen, dass wir am Ende mit leeren Händen dastanden."

"Happy End" im Allgäu

Dass die Auswärtspartie bei den Allgäu Comets kein Selbstgänger werden würde, war bereits vor der Abreise ins ferne Kempten klar. Dass am Ende allerdings – mal wieder – ein furioses Finale auf die American Footballer der Marburg Mercenaries warten würde, dachten wohl nur die Wenigsten. "Erst das knappe Ding gegen Saarbrücken jetzt der Krimi aus dem Allgäu. Wird Zeit, dass wie unsere Nerven mal wieder ein bisschen schonen", resumierte dann auch ein sichtlich erleichterter Head Coach Matthias Dalwig. "Wir haben noch viel zu verbessern, aber wie die Mannschaft Charakter gezeigt und weiter gekämpft hat, das war schon sehr beeindruckend."

Zu Gast beim starken Aufsteiger

Die Allgäu Comets, Traditionsverein aus Kempten, waren lange von der Bildfläche German Football League verschwunden. Genau genommen hieß Deutschlands damals fast noch schmucklos 1. Bundesliga, als man sich im Jahre 2000 zwangsweise in die zweite Liga verabschieden musste. Doch nun ist man zurück in der Beletage des Footballs und wenn man ersten Idikatoren glauben schenken darf, wird dies auch so bleiben. Vor allem über eine starke Offense, statistisch derzeit die Nummer vier der Liga, hat man sich bereits zwei Siege aus fünf Partien erkämpft.