Am letzten April-Wochenende startet die GFL in ihre 36. Saison. Die Spielzeit 2014 steht unter besonderen Vorzeichen: Ende Mai bis Mitte Juni gibt es eine Pause wegen der Europameisterschaft in Österreich, bei der die deutsche Nationalmannschaft versuchen wird, ihren Titel zu verteidigen: Überhaupt spielt das internationale Element eine zunehmend wichtigere Rolle: Gleich sechs GFL-Teams sind dieses Jahr in europäischen Wettbewerben vertreten. Nicht nur für diese wird es also eine lange Saison, ehe am 11. Oktober beim New Yorker German Bowl im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion der 36. Deutsche Football-Meister gekrönt werden wird.
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Aktion "Freier Eintritt für Schulklassen" reloaded
Bereits im Jahr 2013 wurde die Aktion „ Freier Eintritt für Schulklassen“ erfolgreich durchgeführt, so erfolgreich sogar, dass es nunmehr anno 2014 ein remake gibt. Auch in diesem Jahr können sich Klassen aller Altersstufen bewerben, um gemeinsam mit ihrem Klassen-, oder Sportlehrer eines der insgesamt acht Heimspiele des Erstligisten im Georg-Gaßmann-Stadion zu besuchen. Die Übergabe der Karten erfolgt in der jeweiligen Schule durch Spieler der "Mercenaries". Am Spieltag wird der Klasse noch vor dem "Kick off" in die Grundlagen des "American Football" eingeweiht und kann nach Ende der Partie Fotos mit der Mannschaft schießen.
Bewerbungen richten sich bitte unter Nennung eines Ansprechpartners an: office@mercenaries.de
Ein Sieg und viele neue Erkenntnisse
Man hatt es im Lager der Marburg Mercenaries immer wieder betont. Nicht das Ergebnis des Vorbereitungsspieles in Bielefeld sei wichtig, sondern die Überprüfung des derzeitigen Leistungsstandes der Mannschaft. So wurde dann auch viel ausprobiert, unter anderem nahm man bereits Anfang des dritten Viertels beim Stand von 18:0 die US- Imports vom Feld, viel gewechselt und sich vor allem auch darüber gefreut, dass am Ende keine Verletzungen zu verzeichnen waren. "Unsere personelle Situation ist schon nicht die Beste, da atmet man wirklich durch, wenn vier Quarter ohne weitere Zwischenfälle auf diesem Gebiet absolviert werden können", so Head Coach Matthias Dalwig, der sich über die spät kassierten Punkte zum 18:15 nicht wirklich aufregen wollte. "Es war ein gelungener, harter Test gegen einen guten Gegner."
AFVD Awards vergeben
Rund 3.000 Fans haben abgestimmt und über die Vergabe der AFVD Awards für die Saison 2013 entschieden. An Meister New Yorker Lions gingen zwei der fünf Ehrungen, für Quarterback Casey Therriault als GFL-Spieler des Jahres und Coach Troy Tomlin als Trainer des Jahres. Verein des Jahres 2013 wurden wie in der Saison davor die Allgäu Comets, die als Aufsteiger in die GFL ihre Erfolgsserie fortsetzten. Spieler des Jahres wurde Johannes Thiel von den Marburg Mercenaries (ab 2014 für die Berlin Adler aktiv), Nachwuchsspieler des Jahres bei einem an der Spitze hauchdünnen Vorsprung Kevin Wu von den München Rangers.
Mercenaries testen in Bielefeld
Wenn die Marburg Mercenaries am Samstag nach Bielefeld zu den Bulldogs, ihres Zeichens Mitglied der 2. Bundesliga Nord, reisen, ist das Endergebnis zweitrangig. Wie in jedem Jahr geht es primär darum, die in schweißtreibenden Trainingseinheiten einstudierten Spielzüge zu testen, Automatismen zu entwickeln und vor allem die Neuzugänge unter Wettkampfbedingungen zu sehen. "Natürlich will jeder gewinnen, aber für unseren Trainerstab ist viel wichtiger zu sehen, ob die Abläufe schon funktionieren oder anders formuliert, wie weit wir als Mannschaft bereits sind.", so Head Coach Matthias Dalwig, der inzwischen in seine zweite Saison als Hauptverantwortlicher der "Söldner" geht. Ihm zur Seite stehen mit Sergej "Siggi" Schmidt (Defense) und Micah Brown (Offense) Koordinatoren, welche die zuletzt entwickelte Football- Philosophie weiter vorantreiben wollen.
Thiel wird Spieler des Jahres
Lange war es nur Insidern des Vereines bekannt, doch durch die Veröffentlichung des HUDDLE Magazines dürfen nun auch die Mercenaries mit Stolz verkünden, dass ein ehemaliger Spieler der eigenen Jugendabteilung die Auszeichnung zum "Spieler des Jahres" erhalten hat. Johannes Thiel wurde für seine Leistungen in der Saison 2013 dekoriert, in welcher er über 1.000 Yards und 14 Touchdowns erzielte.
Mercenaries disponieren um
(atb). Nachdem klar war, dass Linebacker Kyle Voss den begehrten Sprung in die CFL, genauer in den Kader der Calgary Stampeders, geschafft hatte, war schnelles Handeln gefragt. Die Kombo Voss & Slater von der West Texas A & M University sollte eigentlich elementarer Bestandteil der diesjährigen Mercenaries-Defense werden, aber von einem Tag auf den anderen war lediglich noch der Safety vorhanden. Das Präsidium der "Söldner" indes blieb ruhig: "Wir haben in den letzten Jahren gelernt, immer auf Eventualitäten vorbereitet zu sein, deshalb hat mich auch nicht wirklich verwundert, wie zeitnah die Personalie geklärt war", so Carsten Dalkowski, der unmittelbar grünes Licht für die Verpflichtung eines neuen Linebackers gab. Sean Barber heißt der Mann, kommt von der Azusa Pacific University in Kalifornien, und beeindruckte sowohl bei der Videosichtung, als auch durch seine Statistiken.
Internationale Zusammenarbeit wird vertieft
Die Initiativen des AFV Deutschland zu einer Neuausrichtung im internationalen American Football haben sich ausgezahlt: Am 26. Februar unterzeichneten in Frankfurt am Main Tommy Wiking, Präsident des Weltverbandes International Federation of American Football (IFAF), und AFVD-Präsident Robert Huber im Beisein führender Vertreter der größten Nationalverbände aus Europa und Asien eine gemeinsame "Frankfurter Erklärung" zur Neuorganisation des internationalen Spielbetriebes.
Kernpunkte des Dokuments sind die Fortentwicklung internationaler Wettbewerbe im Sinne der Sportler auf der ganzen Welt sowie eine bessere Organisationsform des Weltverbandes, die sich durch die direktere Einbindung der erfolgreichen europäischen Nationalverbände in die Abläufe im Weltverband auszeichnet. Die IFAF garantiert für die Zukunft zudem, dass alle finanziellen Überschüsse aus europäischen Wettbewerben vollständig wieder in Europa reinvestiert werden.
Verstärkung kommt aus Wiesbaden
Nachdem die Wiesbaden Phantoms den Verbleib in der German Football League trotz aufopferungsvollem Kampf in den Relegationsspielen gegen die Comets aus Kempten nicht sichern konnten, ließ der personelle Aderlass nicht lange auf sich warten. Etliche Spieler mit GFL- Ambitionen verließen die Landeshauptstädter, wobei ein recht ansehnlicher Troß die Reise zum amtierenden Deutschen Meister nach Braunschweig auf sich nehmen wird. Bei den Mercenaries freut man sich, dass mit Jannis Fiedler und Maximilian Dolinar zwei große Talente den Weg an die Lahn gefunden haben, die bereits in der Vergangenheit, wenn auch auf unterschiedlichen Bühnen, aufhorchen ließen.
Verstärkung aus Texas
(atb.) In den letzten Jahren gehörte die West Texas A & M University zu den stärksten Footballteams der gesamten Divison II- Schulen. Als integraler Bestandteil der "Lonestar Conference" wurde man vor der Saison sogar als "Top 5" Team gehandelt, bevor es am Ende – und dem Aus im Viertelfinale gegen Grand Valley State – nur noch zu Platz 11 reichte. Zwei "Seniors" dieses Programmes wagen nun den Sprung über den großen Teich, um mit den Mercenaries 2014 in der GFL anzugreifen. Da ist zum einen Defensive Back Curtis Slater, der als Safety für die "Buffs" in seinem letzten Jahr satte 114 Tackles verzeichnen konnte und völlig zu Recht hoch dekoriert wurde. Der Berufung zum "All American" folgte die fast noch höher einzuschätzende Auszeichnung zum "Defensive Back of the year" innerhalb der Lonestar Conference. Linebacker Kyle Voss, ebenfalls ein "All American", überzeugte bei der Videosichtung vor allem durch seinen Motor und seine harten Hits. Ganze 82 verteilte er davon in seinem letzten Jahr am College, und dies obwohl er die ersten vier Spiele der Saison zum Zuschauen verdammt war. "Da hat man teilweise sogar noch vor dem Computerbildschirm zusammengezuckt, wenn Kyle einschlug", so Präsident Carsten Dalkowski über den neuen "Söldner" mit dem er zuletzt fast täglich über Skype in Kontakt stand.

