(atb). Statistiken lügen nicht, aber sie erzählen oftmals auch nur die halbe Wahrheit. Bezogen auf die Spiele der Marburg Mercenaries gegen die Braunschweig Lions, beschreiben die nackten Zahlen, dass beide Mannschaften noch nie auf des Gegners Platz gewinnen konnten. Was sich aus den Zahlenspielen indes nicht ergibt, ist die Tatsache, dass zumindest die letzte Partie an der Hamburger Straße bis zuletzt auf Messers Schneide stand und die Anhänger der „Söldner“ wohl zurecht mit dem Gefühl nach Hause gingen, einen Sieg aus der Hand gegeben zu haben. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass Head Coach Brad Arbon auf die Heimbilanz gegen die Löwen aus Niedersachsen nichts gibt. „Wir erwarten wieder ein enges Spiel mit völlig offenem Ausgang. Auf Statistiken kann man sich nichts einbilden, sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne“, so der US-Amerikaner zu der „weißen Weste“ der Mercenaries bei Heimspielen.
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Große Ziele auf Eis gelegt
(atb). „Walk the walk before you talk the talk“, ein ebenso altes wie wahres Sprichwort im American Football, wird nunmehr fast zwangsläufig zur Maxime der Marburg Mercenaries. Hatte man sich vor der Saison noch gute Chancen ausgerechnet, nach 2006 erneut in den German Bowl einziehen zu können, werden nach den jüngsten Leistungen wieder kleinere Brötchen an der Lahn gebacken. „Es macht zur Zeit einfach keinen Sinne Ansprüche zu formulieren, die an der Wirklichkeit komplett vorbeigehen“, so Präsident Carsten Dalkowski, der ebenso wie die 1.500 Zuschauer ein Spiel erlebte, in dem der Gast aus Braunschweig immer dann die Zügel anzog und zu Punkten kam, wenn es notwendig wurde. Die Mercenaries hingegen spielten teilweise gefällig mit, konnten aber reihenweise aus guten Feldpositionen kein Kapital schlagen. Was blieb war eine ernüchternde 10:29 Niederlage gegen den Deutschen Meister, die als positives Fazit vielleicht noch genug Zeit lässt, zu den fast sicheren Play-Offs in Tritt zu kommen.
Jo’s Tagebuch vom 10. Juli
Die Verletzungen in der O-Line haben sich als nicht ernst, wenn auch trotzdem hinderlich, herausgestellt und es werden wohl alle spielen können.
Jo’s Tagebuch vom 11. Juli
Tatsächlich waren nur 5 der 11 Touchdowns der Amis Offense Touchdowns. Tatsächlich ist 2+2 auch 4 und nicht 6. Tatsächlich hab ich mich etwas missverständlich ausgedrückt und es sollte „von den 6“ heißen.
Jo’s Tagebuch vom 12. Juli
Verdammt. Da war echt was drin. Wie es immer so ist nach solchen Spielen, hat man eine Menge “Hätte, wäre, wenn’s…“ im Kopf. Der Flea Flicker und kurz danach der lange Play Action beim Stand von 7 zu 16 oder 7 zu 19 im dritten Viertel haben beide um ein Haar funktioniert. Dann wären sie wohl richtig nervös geworden.
Jo’s Tagebuch vom 13. Juli
Langsam hängt mir Super H2O echt zum Hals raus und außerdem soll hier bald der Typhoon mit 240km/h ankommen. Das wäre fast so schnell wie die amerikanische Defense.
Jo’s Tagebuch vom 14.-16. Juli
Nun sind wir wieder daheim und ich sitze nicht mehr im Hotelzimmer in Japan, sondern im guten, alten Erlensee. Der Alltag hat uns wieder. Bei den ganzen Ereignissen der letzten Wochen darf man nicht vergessen, dass die allermeisten von uns reine Amateure sind und viele am heutigen Dienstag schon wieder arbeiten müssen.
Fans are Friends forever
Fans are Friends forever Nach dem überraschenden Aus der NFL Europa starten der AFVD und die Vereine der German Football League eine gmeinsame Fan-Kampagne. „Unser Ziel ist es, allen American Football Fans in Deutschland, gleich ob NFLE, NFL oder GFL eine gemeinsame Plattform zu schaffen“, kündigt AFVD Präsident Robert Huber die Aktion an. „Wir haben alle GFL-Vereine kontaktiert und diese gebeten, jeweils einen Fan-Beauftragten einzusetzen, der sich um die Belange der Fans kümmern kann und als Ansprechpartner zur Verfügung steht. In Deutschland gibt es zahlreiche American Football Fans, die nicht nur wegen der Show, sondern auch wegen unserem tollen Sport American Football in die Stadien gepilgert sind. Auch wenn die NFL Europa jetzt nicht mehr existiert, haben es diese Fans verdient, weiterhin eine Heimat zu […]
Nach dem Highlight WM folgt der Alltag in der GFL
(atb). Mit einer Bronzemedaille dekoriert kamen insgesamt sieben Akteure der Mercenaries von der Weltmeisterschaft in Japan zurück. Als „bestes Team Europas“ gefeiert, wird es jetzt darum gehen den Schalter wieder umzulegen und sich konzentriert auf die kommenden Aufgaben in der GFL vorzubereiten. Eine Gefahr, die auch von Head Coach Brad Arbon nicht verkannt wird. „Nach der langen Pause ist es imminent wichtig als Mannschaft wieder in Tritt zu kommen, positives Momentum aufzunehmen und für den Rest der Saison auf dieser Woge weiter zu schwimmen.“
Kleiner Mann ganz groß
(atb). Von der Auswärtsfahrt zu den Saarland Hurricanes brachten die Marburg Mercenaries neben dem erwarteten Sieg auch einige positive Erkenntnisse mit. Das 40:6, bei dem die Mannschaft von Head Coach Brad Arbon nicht einmal im Ansatz gefordert wurde, hatte in Johann Gerner einen zuvor wohl von den Wenigsten erwarteten Helden. Der gerade einmal 1,60 Meter große Runningback, just der Jugendmannschaft entwachsen, erzielte drei Touchdowns bei 102 Yards und gab mithin eine eindrucksvolle, erste Visitenkarte in der GFL ab. Auch die Defense der Hessen hatte einen sehr guten Tag erwischt, fing insgesamt drei Pässe des neuen Saarländer Quarterbacks Antoine Smith ab, punktete durch einen Safety und sorgte auch sonst dafür, dass sich der Raumgewinn der „Canes“ sehr übersichtlich gestaltete.

